Schlagwort: death metal

  • Neu von Arch Enemy:

    »Blood Dynasty« – Solider Sound mit Überraschung

    Am Freitag veröffentlichte die 1995 im schwedischen Halmstad gegründete Melodic Death Metal Band Arch Enemy ihr mittlerweile zwölftes Studioalbum. »Blood Dynasty« folgt damit auf »Deceivers« aus dem Jahre 2022 und ist das erste Album der Band, auf welchem Gitarrist Joey Concepcion zu hören ist, nachdem Jeff Loomis die Band 2023 verlassen hatte, obwohl letzterer auf den Bonustracks »Break the Spell« und »Moths« noch mitwirkt. Bereits am vergangenen 31. Juli wurde als erste Single »Dream Stealer« veröffentlicht. Das neue Album umfaßt elf Tracks, plus die genannten beiden Bonustitel.

    »Blood Dynasty« startet mit dem seit letztem Sommer bekannten »Dream Stealer« fulminant und setzt sich in »Illuminate the Path« nicht weniger stürmisch, mit eingängiger Hintergrundmelodie und einem Wechsel zwischen klarem Gesang und dem typischen Growling von Sängerin Alissa White-Gluz fort. Die Kanadierin mit der auffälligen blauen Mähne ersetzte im Jahre 2014 die Deutsche Angela Gossow und ist seither das optische Markenzeichen der Band. Alissa schlägt in der Ballade »Vivre Libre« später im Album auch deutlich andere Töne an, als man überwiegend von ihr gewöhnt ist. Soviel Klarstimme gibt es ansonsten selten und man mag darüber streiten, ob der Song zum Album paßt, allerdings ist er für sich genommen ein schönes Stück.

    Der Rest ist solides Arch-Enemy-Programm und das durchaus noch einmal besser und abwechslungsreicher, als auf »Deceivers«. Schon faszinierend, mit welcher Routine auch beim zwölften Mal, rein die Studio-Alben betrachtet, hier mitreißendes Ohrensausen abgeliefert wird.

    Die Schweden sind darüber hinaus auch hierzulande keine Unbekannten mehr: Am kommenden 3. November sind sie bereits zum dritten Mal in den vergangenen drei Jahren in Esch/Alzette zu Gast. Nachdem sie im vergangenen Jahr im Rahmen der »Rising from the North«-Tour gemeinsam mit ihren Landsleuten von In Flames und Soilwork die Rockhal zum Beben brachten, werden sie in diesem Herbst auf ihrer »Blood Dynasty Tour« durchaus hochkarätig von den Progressive-Metal-Finnen »Amorphis« und der schweizerischen Folk-Metal-Formation »Eluveitie« begleitet.

    Der Vorverkauf auf https://rockhal.lu/shows/arch-enemy-2025/ läuft bereits und das Ticket kostet 59 Euro. Angesichts des Lineups absolut machbar.

    Albumcover (archenemy.net)

    Auf 500 Stück limitierte „creamy white“ Vinyl. (Foto: chrkuehne)
  • Samstag, 15. März in Belval:

    Desdemonia (LU) – Drogher (LU) – All it’s Grace (DE)

    Für Kurzentschlossene Metalfreunde in und um Luxemburg noch schnell der Veranstaltungstipp: Am morgigen Samstagabend öffnen sich die Türen der MK Bar in Belval wieder für einen Live Metal Abend der Extraklasse. Eigentlich muß man über die luxemburgischen Death-Metal-Vertreter Desdemonia nicht mehr viele Worte verlieren, sind sie doch mittlerweile international bekannt. Die 1994 in Helmdange gegründete vierköpfige Band absolvierte bereits zwei Jahre später ihren ersten Live-Auftritt und ist heute international unterwegs im Kreise anderer Vertreter der Metalszene, wie Apocalyptica, Oomph! oder Soilwork sowie auf zahlreichen Festivals in Europa. Ihr viertes Studioalbum erschien im Frühjahr 2018 und trägt den Titel »Anguish«.

    All it’s Grace sind eine 2004 in Mainz gegründete Band, die sich modernem Melodic Death Metal mit Metalcore-Einflüssen verschrieben hat. Die Band hat bisher zwei Alben veröffentlicht, das letzte im Jahr 2023 mit dem Titel »To What End?«.

    Drogher sind eine 2021 in Luxemburg entstandene Band, die mit einem Mix aus Progressive- und Thrash Metal unterwegs ist. Die vierköpfige Kombo hat bisher eine EP und drei Singles veröffentlicht, unter letzteren im Jahr 2024 »Mither« und »Pariahs Parade«.

    Der Eintritt kostet 13 Euro (online 10 Euro) und Showbeginn ist um 20.30 Uhr. Weitere Infos unter www.desdemonia.net. Die MK Bar ist zu finden in der 1, Avenue du Swing, L-4367 Belvaux.

    (Foto: Desdemonia.net)

  • Am 2. Juni in der Escher KuFa:

    Decapitated – »Infernal Bloodshed Over Europe Tour«

    Decapitated gelten als eine der wichtigsten und innovativsten Bands des technischen Death-Metal. Die 1996 im polnischen Krosno gegründete Formation hat bereits eine ganze Reihe Alben veröffentlicht, darunter »Winds of Creation«, »Nihility«, »The Negation«, »Organic Hallucinosis«, »Carnival Is Forever«, »Anticult« oder zuletzt »Cancer Culture«. Die Band ist bekannt für ihre komplexen Songstrukturen und hat mittlerweile eine große Fangemeinde. Im Rahmen ihrer »Infernal Bloodshed Over Europe Tour« wurde nun zwischen den Auftritten in Paris und Frankfurt/Main ein Zusatztermin in den engen Zeitplan geschoben, der sie am 2. Juni in die Escher Kulturfabrik führt. Begleitet werden die Polen auf ihrer Tour von den Bands Cryptosy, Carnation und Warbringer. Letztgenannte ist eine US-amerikanische Thrash-Metal-Band, die 2004 im kalifornischen Ventura gegründet wurde. Sie ist bekannt für ihre sozialkritischen Texte, energiegeladenen Live-Auftritte und einen Sound, der stark von den Thrash-Metal-Bands der 1980er Jahre beeinflußt ist. Für ihr vergleichsweise kurzes Bestehen im Vergleich mit Szenegrößen, wie etwa Kreator, mit denen sie im kommenden Juli auch in Deutschland gemeinsam auftreten, haben sie sich mit ihrem modernen Ansatz von Trash-Metal bereits einen soliden Respekt unter den Fans erspielt. Cryptopsy ist eine kanadische Technical-Death-Metal-Band, die seit 1988 aktiv ist und bereits acht Studioalben sowie mehrere EPs und Live-Alben veröffentlicht hat. Carnation wiederum ist eine belgische Death-Metal-Band, die 2013 gegründet wurde. Sie ist bekannt für ihre düstere und atmosphärische Musik, die Einflüsse aus dem klassischen Death-Metal mit modernen Elementen verbindet.

    Praktische Infos

    Einlaß am 2. Juni in die KuFa ist um 19 Uhr, Beginn ist um 19.30 Uhr. Tickets sind bereits im Verkauf und kosten 27 Euro plus Vorverkaufsgebühr. Weitere Infos unter: https://kulturfabrik.lu/event/decapitated-infernal-bloodshed-over-europe-2025-tour