Schlagwort: konzert

  • Headbanging bis zur Genickstarre

    Carnation – Warbringer – Cryptopsy und Decapitated brachten die Escher Kufa zum Beben

    Am Montag war es endlich soweit: Die polnischen Death-Metal-Urgesteine von Decapitated gaben sich in der gut gefüllten Kulturfabrik in Esch/Alzette die Ehre. Mit dabei hatten sie Carnation, Cryptopsy und Warbringer.

    Draußen vor der KuFa war es noch warm und sonnig, als Carnation bereits ab 18.30 Uhr versuchten, die Besucher vor die Bühne zu locken.

    Ich muß gestehen, daß ich in der Hauptsache für die letztgenannten New-Thrasher gekommen war, weil ich mir im Vorfeld ihres gemeinsamen Auftritts mit Kreator und Rotting CHrist in Heidelberg im nächsten Monat einen ersten Eindruck verschaffen wollte. Das neue Album »Wrath and Ruin« hat mich ziemlich begeistert und auch die allgemeine Attitüde der Band gefiel mir auf Anhieb, so daß ich quasi »instant Fan« wurde, als ich sie vor rund einem Jahr zum ersten Mal durchhörte und mich über sie informierte.

    Warbringer: »The Sword and the Cross«.

    Während die belgischen Death-Metaler von Carnation bereits ab 18.30 Uhr den Anfang machten, als ein großer Teil der Metalheads sich noch draußen im Hof ein Bier oder einen 10-Euro-Burger schmecken ließen, war der Saal nur sehr spärlich gefüllt. Hut ab vor einer tollen Performance (leider kein Foto). Es ist sicher immer irgendwie undankbar, den Anfang machen zu müssen. Im Anschluß kamen bereits gegen 19.10 Uhr sofort Warbringer, die zum Ersten Mal den mittlerweile halb gefüllten Saal zu mehrfachen Circle-Pits bewegen konnten. Nach einer für meinen Geschmack leider viel zu kurzen Show übergaben sie gegen 20 Uhr den Staffelstab an Cryptopsy aus Kanada, die wiederum zum ersten Mal an diesem Abend die Hütte richtig füllten.

    Cryptopsy

    Für mich, da bin ich ehrlich, nichts, was ich mir dauerhaft anhören könnte, jedoch durchaus interessant anzusehen und manche Songs sprechen mich schon an. Skurril: Kanadische Künstler meinen irgendwie immer, in Luxemburg mit ihrem Französisch punkten zu können.

    Decapitated

    Gegen 21.10 Uhr war es dann soweit: Decapitated erklommen die Bühne und legten los. Insgesamt finde ich das letzte Album »Cancer Culture«, was mittlerweile auch schon wieder drei Jahre auf dem Buckel hat, tatsächlich ziemlich gut und Tracks wie »Iconoclast«, »Just a Cigarette« oder das titelgebende »Cancer Culture« schafften es in meine Metal-Playlist. Allerdings war ich an diesem Abend wirklich begeistert nur von Warbringer und Death-Metal spricht mich, wie ich merke, nur teilweise an. Daher freue ich mich besonders auf den Juli, wenn Warbringer und Rotting Christ gemeinsam mit meinen Favoriten von Kreator die Bühne in Heidelberg teilen werden. Was ich auch merke: Drei oder mehr Bands an einem Abend bringen mich tatsächlich mittlerweile ans Limit. Obschon 27 Euro im Vorverkauf ein sehr guter Preis sind und ich verstehen kann, daß dies vermehrt praktiziert wird aus logistischen und finanziellen Gründen. Jedoch bin ich eher ein Fan der klassischen Vorband-Hauptband-Shows. Einmal, weil ich zeitlich mehr von jeder Band habe und außerdem, weil die lange Steherei (im Regelfall bin ich kein Mosh- oder Circle-Piter wegen zu vieler Ersatzteile und Brille) mittlerweile einige Energie fordert. Man wird nicht jünger.

    Text und Fotos: chrkuehne

  • »Out of the Cave« am vergangenen Samstag in Tetingen:

    Harte Töne in familiärem Ambiente

    Am vergangenen Samstagabend lud die Rotten Stones asbl zum »Out oft he Cave« in die Tetinger Schungfabrik. Vier Bands aus dem Extreme Metal Bereich, darunter drei luxemburgische Eigengewächse, zeigten den rund 100 Besuchern, was sie drauf haben. Den Anfang machte die Post-Rocker von Kakumori, gefolgt von einer »Messe« der etwas anderen Art: Die Black-Thrasher von Dreadnought geizten wie immer nicht mit ihren Anspielungen auf die Kirche und Songs wie »Cleansing Fire« oder »Threshold« vom mittlerweile vier Jahre alten letzten Album »Path to the Unknown« hatten immer noch und weiterhin die Energie, um die stickige Luft im Saal zu teilen.

    Greh aus Karlsruhe ließen es nicht weniger düster und noch eine Spur härter angehen. Mit im Repertoire hatte das deutsche Death-Doom-Trio auch ihre neue Single »Chained Thoughts« aus ihrem neuesten und überhaupt ersten Album »Dysphoric Devotion«. Minimalistischer Genuß, der ab sofort definitiv auch die private Playlist bereichert. Nachdem die Gäste aus Deutschland die Bühne für den wohl am meisten erwarteten Auftritt des Abends von Kraton freimachten, hatten letztere offenbar einige Abstimmungsschwierigkeiten mit dem Sound, weshalb der Zeitplan dann doch noch ein wenig strapaziert wurde, bevor die Doom-Experten unter anderem aus ihrem letzten Album »Monolith« live vortragen und den Abend perfekt abrunden konnten.

    Abende wie diese sind es, an denen Bands, die vielleicht ansonsten eher wenig im Rampenlicht großer Konzerthallen stehen oder noch keine lange Historie vorzuweisen haben, eine Bühne bereitet werden kann, ihr Können unter Beweis zu stellen sowie ihr Merch an den Metalhead zu bringen und das ist gut so, denn die heimische Szene muß sich keineswegs verstecken. Das angenehm familiäre Ambiente solcher Veranstaltungen tut sein Übriges, um völlig entspannt nach harten Tönen heimzufahren.

    Dreadnought (Foto: chrkuehne)
    Dreadnought (Foto: chrkuehne)
    Greh (Foto: chrkuehne)
    Kraton (Foto: chrkuehne)

    Anmerkung zum Schluß und generell: Meine Handykamera ist leider für solche Einsätze abgrundtief schlecht geeignet. Ich bitte um Nachsicht.

  • »Out of the Cave« – Extreme Metal der Extraklasse

    Am 24. Mai in der Schungfabrik in Tetingen (L)

    Bevor am kommenden 21. Juni im beeindruckenden Amphitheater Breechkaul bei Berdorf im Müllerthal das Rotten Stones Festival stattfindet, hat die veranstaltende Rotten Stones asbl am Samstag, dem 24. Mai sozusagen einen Appetithappen für Metalfreunde parat: Ab 19 Uhr gibt es dann in der Tetinger Schungfabrik im Süden gleich vier Bands auf die Ohren, darunter drei Vertreter aus Luxemburg.

    Kakumori ist eine dreiköpfige Post-Rock-Band aus Luxemburg, die mit Rock, atmosphärischen Soundeffekten und einer energiegeladenen Live-Performance ihre Zuhörer zu begeistern wissen. Greh haben sich 2022 gegründet, kommen aus Karlsruhe (D) und spielen einen düsteren, minimalistischen Sound mit nur einer Gitarre, Schlagzeug und Gesang. Wut und Härte werden so mit Groove und Dissonanz verbunden. Am vergangenen 15. Januar veröffentlichte die Band ihr Debütalbum »Dysphoric Devotion«. Dreadnought sind deutlich länger im Geschäft. Bereits 2006 gegründet, präsentiert die fünfköpfige Kombo eine Symbiose aus Black- und Thrash-Metal, Das Growling sowie der markante Gitarrensound sind ihr Markenzeichen. Sie haben nach »Demon« (2012) im Jahre 2021 mit »Path to the Unknown« ihr zweites Album veröffentlicht. Kraton schließlich, ein weiteres luxemburgisches Eigengewächs, haben sich 2011 gegründet und entwickelten sich im Laufe der Jahre vom Death- zum Post- und Doom-Metal. Ein rauer, lebendiger aber düsterer Sound ist ihr Markenzeichen, der sich viel um die Abgründe der menschlichen Natur dreht. Ihr mittlerweile drittes Album erschien im vergangenen Januar und trägt den Titel »Monolith«. Das Cover-Artwork ihrer neuesten Veröffentlichung ist zudem wirklich sehenswert. Denn bekanntlich »hört« das Auge ja gern mit.

    Alles in allem also eine Reise in verschiedene Genres für Freunde des Extreme Metals in der Schungfabrik. Der Eintritt kostet am Samstag 12 Euro an der Abendkasse und für das leibliche Wohl ist laut Veranstalter ebenfalls gesorgt.

    Weitere Infos: https://schungfabrik.lu/events/out-of-the-cave/.

  • »Celestial Lands« von Wolvencrown

    Eine klangvolle Reise in den atmosphärischen Black Metal:

    Wenn es um Metal als Musikrichtung geht, schweben uns wohl sofort die alten und neuen Schwergewichte der Szene vor. Wenn es jedoch um Black Metal geht, gehen die Meinungen schnell auseinander. Für viele Zeitgenossen, die gerne mal Iron Maiden oder Judas Priest hören, eine eher düstere und unheimliche Welt. Dabei hat dieses Genre ebenfalls seine Stilrichtungen, wie Thrash Metal, Power Metal oder Speed Metal ebenfalls unterschiedliche Strömungen sind.

    In der schier unendlich vielfältigen Welt des Black Metal gibt es da etwa Atmospheric Metal, welcher insbesondere in Großbritannien seine Vertreter findet. Er zeichnet sich oft durch eine Mischung aus rauer Energie gepaart mit atmosphärischen Melodien aus. Besonders der melodische Black Metal hat in den letzten Jahren durchaus an Bedeutung gewonnen. Bands wie Fen oder Saor sind längst keine Unbekannten mehr. Letzteres ist ein im Folk-Bereich angesiedeltes Solo-Projekt von Andy Marshall (ehemals Falloch) und 2025 ebenfalls mit neuem Album auf Tour

    Die Band Wolvencrown aus Nottingham vertritt selbst das Genre des Atmospheric Black Metal und stand international bisher eher nicht im Vordergrund, gab sie doch erst vor rund 5 Jahren ihr Debüt mit dem Album »Of Bark And Ash«, gefolgt von 2 EPs in 2017 und 2021 (»Wolvencrown« sowie »A Shadow of What Once Was«. Wolvencrown, das sind Reece Atkin, Matt Dawson, Nick Horton, Will Cupitt sowie Chris Marsland.

    Auf der Streaming-Plattform Spotify zählt die Band aktuell etwas weniger als 300 monatliche Zuhörer, was ihren Geheimtipp-Status zumindest nach diesem Kriterium noch unterstreichen dürfte. Mit »Celestial Lands« hat die fünfköpfige Band im vergangenen November ihr zweites Studio-Album vorgelegt, welches 8 vorwiegend lange Tracks enthält, die ein neues Kapitel in der noch jungen Bandgeschichte aufzuschlagen scheinen.

    Eigentlich sind es keine vollständig neuen Stücke, welche die neue Scheibe enthält. Es handelt sich teils um Songs, die schon zuvor bereits bei Live-Auftritten gespielt und nun endlich auf Vinyl und CD gepreßt wurden.

    Das neue Album ist eine regelrechte Explosion von Klangfarben und nicht zuletzt das herausragende Albumcover macht es zu einer voluminös-atmosphärischen Reise in die Magie der Beziehung zwischen Mensch und Natur mit allen Facetten und einem Hingucker im Plattenregal. Ich habe es insbesondere in den dunklen Wintermonaten gern auf Wanderungen und Spaziergängen gehört. Gerade inmitten der winterlich kargen Natur hat das Album für mich sein ganzes atmosphärisches Spektrum entfaltet.

    Gitarrenriffs, typisches schnelles Schlagzeug und keyboard-intensive Abschnitte machen aus der rund einstündigen Platte eine bewegende musikalische Erfahrung mit Gänsehaut-Momenten.

    Die Album-Premiere seinerzeit auf dem für Album- und Bandvorstellungen des Genres relevanten YouTube-Kanal Black Metal Promotion brachte bei mehr als 20.000 Zuhörern ein begeistertes Feedback. Bleibt zu hoffen, in absehbarer Zeit hierzulande oder in der Großregion auch Live am Sound der fünf aus Nottingham teilhaben zu können.

    »Celestial Lands« ist am 25. November 2024 beim italienischen Label Avantgarde Music auf Vinyl (Auf 150 Stück limitierte Special Edition erhältlich), CD sowie digital erschienen.

    Albumcover (Foto: Avantgarde Music)
  • Neu von Arch Enemy:

    »Blood Dynasty« – Solider Sound mit Überraschung

    Am Freitag veröffentlichte die 1995 im schwedischen Halmstad gegründete Melodic Death Metal Band Arch Enemy ihr mittlerweile zwölftes Studioalbum. »Blood Dynasty« folgt damit auf »Deceivers« aus dem Jahre 2022 und ist das erste Album der Band, auf welchem Gitarrist Joey Concepcion zu hören ist, nachdem Jeff Loomis die Band 2023 verlassen hatte, obwohl letzterer auf den Bonustracks »Break the Spell« und »Moths« noch mitwirkt. Bereits am vergangenen 31. Juli wurde als erste Single »Dream Stealer« veröffentlicht. Das neue Album umfaßt elf Tracks, plus die genannten beiden Bonustitel.

    »Blood Dynasty« startet mit dem seit letztem Sommer bekannten »Dream Stealer« fulminant und setzt sich in »Illuminate the Path« nicht weniger stürmisch, mit eingängiger Hintergrundmelodie und einem Wechsel zwischen klarem Gesang und dem typischen Growling von Sängerin Alissa White-Gluz fort. Die Kanadierin mit der auffälligen blauen Mähne ersetzte im Jahre 2014 die Deutsche Angela Gossow und ist seither das optische Markenzeichen der Band. Alissa schlägt in der Ballade »Vivre Libre« später im Album auch deutlich andere Töne an, als man überwiegend von ihr gewöhnt ist. Soviel Klarstimme gibt es ansonsten selten und man mag darüber streiten, ob der Song zum Album paßt, allerdings ist er für sich genommen ein schönes Stück.

    Der Rest ist solides Arch-Enemy-Programm und das durchaus noch einmal besser und abwechslungsreicher, als auf »Deceivers«. Schon faszinierend, mit welcher Routine auch beim zwölften Mal, rein die Studio-Alben betrachtet, hier mitreißendes Ohrensausen abgeliefert wird.

    Die Schweden sind darüber hinaus auch hierzulande keine Unbekannten mehr: Am kommenden 3. November sind sie bereits zum dritten Mal in den vergangenen drei Jahren in Esch/Alzette zu Gast. Nachdem sie im vergangenen Jahr im Rahmen der »Rising from the North«-Tour gemeinsam mit ihren Landsleuten von In Flames und Soilwork die Rockhal zum Beben brachten, werden sie in diesem Herbst auf ihrer »Blood Dynasty Tour« durchaus hochkarätig von den Progressive-Metal-Finnen »Amorphis« und der schweizerischen Folk-Metal-Formation »Eluveitie« begleitet.

    Der Vorverkauf auf https://rockhal.lu/shows/arch-enemy-2025/ läuft bereits und das Ticket kostet 59 Euro. Angesichts des Lineups absolut machbar.

    Albumcover (archenemy.net)

    Auf 500 Stück limitierte „creamy white“ Vinyl. (Foto: chrkuehne)
  • Mastodon

    Am 3. August im »Atelier« in Luxemburg

    Den Sommer nutzen viele Bands, um zwischen ihren Shows bei diversen Festivals quer durch Europa immer wieder Club-Auftritte einzuschieben und dort unter Umständen auch schon mal eine andere Setlist zu präsentieren, als auf den großen Bühnen. Dies tun beispielsweise die Thrasher von Kreator. Oder auch etwa Machine Head, deren Auftritt ebenfalls im kommenden August im »Atelier« nach für luxemburgische Verhältnisse sehr kurzer Zeit ausverkauft war. Auch eine der einflußreichsten US-amerikanischen Metalbands des 21. Jahrhundert läßt sich diese Gelegenheit nicht nehmen und schiebt am Sonntag, dem 3. August 2025 ebenfalls einen Auftritt im »Atelier« in ihren Festivalkalender.

    Mit ihrem progressiv-modernen Ansatz des Metal, der lange Instrumentalpassagen, anspruchsvolle Rythmusvariationen und komplizierte Gitarrenriffs vereint, haben sie sich weltweit einen Ruf gemacht. Gegründet im Jahre 2000 in Atlanta hat die Band bisher acht Studioalben veröffentlicht und im Jahre 2018 für das Lied »Sultan’s Curse« einen Grammy in der Kategorie »Best Metal Performance« einheimsen können. In ihrem Versuch, Metal immer wieder neu und modern zu definieren, greifen sie nicht selten zu interessanten und außergewöhnlichen Geschichten. So etwa für ihr zweites Album »Leviathan« aus dem Jahr 2004, welches ein Konzeptalbum war, welches auf Herman Melvilles ikonischem Roman Moby Dick über Walfang und Besessenheit basierte und der Band den kommerziellen Durchbruch bescherte. Das Album wird von Kritikern als eines der wichtigsten Alben in der Geschichte des Genres angesehen. Das 2017 erschienene Album »Emperor of Sand« debütierte direkt in den Top Ten und wurde für einen Grammy als bestes Rockalbum nominiert. Im vergangenen Jahr taten sie sich mit Lamb of God um Sänger Randy Blythe für die Single »Floods of Triton« zusammen.

    Nach langer Zeit also wieder ein Live-Auftritt der Band aus Atlanta hier in Luxemburg. Wer das Fassungsvermögen des »Atelier« in der Hollericher Straße kennt und gesehen hat, wie schnell Machine Head die Bude vollgemacht haben und sicherlich zum Beben bringen werden, sollte sich am kommenden Freitag, dem 28. März um 11 Uhr nichts vornehmen, denn dann startet der Ticketvorverkauf für den 3. August unter https://www.atelier.lu/shows/mastodon-2/.

  • Samstag, 15. März in Belval:

    Desdemonia (LU) – Drogher (LU) – All it’s Grace (DE)

    Für Kurzentschlossene Metalfreunde in und um Luxemburg noch schnell der Veranstaltungstipp: Am morgigen Samstagabend öffnen sich die Türen der MK Bar in Belval wieder für einen Live Metal Abend der Extraklasse. Eigentlich muß man über die luxemburgischen Death-Metal-Vertreter Desdemonia nicht mehr viele Worte verlieren, sind sie doch mittlerweile international bekannt. Die 1994 in Helmdange gegründete vierköpfige Band absolvierte bereits zwei Jahre später ihren ersten Live-Auftritt und ist heute international unterwegs im Kreise anderer Vertreter der Metalszene, wie Apocalyptica, Oomph! oder Soilwork sowie auf zahlreichen Festivals in Europa. Ihr viertes Studioalbum erschien im Frühjahr 2018 und trägt den Titel »Anguish«.

    All it’s Grace sind eine 2004 in Mainz gegründete Band, die sich modernem Melodic Death Metal mit Metalcore-Einflüssen verschrieben hat. Die Band hat bisher zwei Alben veröffentlicht, das letzte im Jahr 2023 mit dem Titel »To What End?«.

    Drogher sind eine 2021 in Luxemburg entstandene Band, die mit einem Mix aus Progressive- und Thrash Metal unterwegs ist. Die vierköpfige Kombo hat bisher eine EP und drei Singles veröffentlicht, unter letzteren im Jahr 2024 »Mither« und »Pariahs Parade«.

    Der Eintritt kostet 13 Euro (online 10 Euro) und Showbeginn ist um 20.30 Uhr. Weitere Infos unter www.desdemonia.net. Die MK Bar ist zu finden in der 1, Avenue du Swing, L-4367 Belvaux.

    (Foto: Desdemonia.net)

  • Death-Metal-Urgesteine »Benediction«:

    Neues Album und Rockhal-Auftritt

    Die im Jahr 1989 im britischen Birmingham gegründete Death-Metal-Formation »Benediction« gilt als eine der einflußreichsten Bands des Genres. Sie wurde von Mitgliedern der aufgelösten Band »Cerebral Fix« gegründet. Ihr Debütalbum »Subconscious Terror« wurde 1990 veröffentlicht und etablierte die Gruppe schnell innerhalb der Szene. Es folgten weitere erfolgreiche Alben wie »The Grand Leveller« (1991) und »Transcend the Rubicon« (1993). In den 1990er Jahren tourte die Band ausgiebig durch Europa und Nordamerika und spielte auf zahlreichen Festivals, wie etwa in Wacken. Nachdem Dave Ingram im Jahre 1998 die Band verließ, übernahm Dave Hunt den Gesang. Mit ihm veröffentlichte die Band weitere Alben und setzte ihre Tourneen fort. »Benediction« ist bekannt für ihren kompromißlosen Death-Metal-Sound, welcher von tiefen Growls, schnellen Riffs und treibendem Schlagzeugspiel geprägt ist. Die Texte sind meist dominiert von düsteren Themen.

    »Benediction«-Fans in Luxemburg dürfen sich gleich doppelt auf den April freuen: Nicht nur veröffentlicht die Band am 4. des Monats beim Label »Nuclear Blast« ihr neuestes Album »Ravage Of Empires«, aus dem kürzlich bereits die Singles »Engines Of War« und »Crawling Over Corpses« veröffentlicht wurden, sie machen im Rahmen ihrer aktuellen »Tales Of The Triple Death«-Tour vier Tage später auch in Luxemburg Station. Am 8. April werden die Briten dem Escher Rockhal Club einen Besuch abstatten und dabei von den US-amerikanischen Kollegen »Jungle Rot«, die eine Mischung aus Death Metal und Hardcore Punk präsentieren sowie »Master« unterstützt, die das Death-Metal-»Triple« vervollständigen.

    Drei Hochkaräter also, die für einen intensiven Abend im Rockhal Club sorgen dürften. Tickets gibt es für 44 Euro (inkl. Gebühren) unter https://rockhal.lu/shows/benediction-rockhal/.

    Cover des neuen Albums (Foto: Nuclear Blast Records)

  • Am 9. Mai in der Rock Box:

    Der Rote Milan – Asathor – Count Wizzart

    Asathor sind eine fünfköpfige luxemburgische Metal Band aus Dahlem, die Black Metal mit einem modernen, melodischen Death Metal Touch, angereichert mit einigen Post-Rock Einflüssen spielen. Sie sind bekannt für ihre aggressiven Live-Auftritte, die sie mit atmosphärischen Elementen ergänzen, um ein dynamisches und mitreißendes Live-Erlebnis zu schaffen. Seit der Veröffentlichung ihrer letzten EP »Quenta Mir: Sangwa« im Jahr 2024 ist das Musikkonzept der Band von den Werken J.R.R. Tolkiens inspiriert. Asathor haben sich die Bezeichnung »Tolkien Black Metal« für ihre Musik zu Eigen gemacht und nutzen ihre Musik, um die reichhaltigen Überlieferungen von Mittelerde zu thematisieren. Seit ihrer Gründung 2005 haben Asathor die Bühne bereits mit anderen namhaften Bands der heimischen Szene, wie Desdemonia oder Sublind, geteilt.

    Unterstützt werden sie am Freitag, dem 9. Mai in der Rock Box im hauptstädtischen Clausen von der bekannten deutschen Black Metal Formation Der Rote Milan aus Trier. Ihre Musik ist schnell, düster und atmosphärisch.

    Das Lineup komplett macht eine luxemburgische Experimental-Formation namens Count Wizzart.

    Der Eintritt kostet 10 Euro und es wird vom Veranstalter darauf hingewiesen, daß dieser ausschließlich bar entrichtet werden könne. Einlaß ist ab 17 Uhr, Beginn der Show um 20.30 Uhr.

    Weitere Informationen unter: https://rockbox.lu/live-acts/.

  • »V is coming«

    Es gibt neues von »GHOST«, der Band um Tobias Forge. Auf der Facebook-Präsenz der Gruppe war am Dienstag zu lesen: »[MESSAGE FROM THE CLERGY] We wish to inform you that our Sin City council is complete. Papa V Perpetua’s ascension is imminent. So let’s gather together at 12am EST (Eastern Standard Time, 6 Uhr morgens MEZ, Anm. d. Red.) on Wednesday, March 5. All are welcome to escape the travails of daily life and to become one with the phantasmagoric spectacle.« https://i.ghost-official.com/satanizedvideo

    Garniert mit einer mystisch anmutenden »V« Grafik und einem Kurzvideo, in dem eine Straßenreklame mit dem Text »V is coming« zu sehen ist. Es ist bekannt, daß »GHOST« zu jedem neuen Album immer auch eine neue Storyline und einen neuen »Papa« entwirft. So war es zuletzt auch beim Album »Impera« im Jahr 2022. Welches Aussehen und welche charakterlichen Eigenschaften »Papa V Perpetua« haben wird, ließ die Gruppe in weiteren Social Media Beiträgen gezielt offen.

    Noch im laufenden Jahr ist »GHOST«, im Juni 2023 gemeinsam mit »Halestorm« zuletzt in der Rockhal zu Gast, auch auf Welttournee. Was die Live-Auftritte anbelangt, gab es bereits vor längerer Zeit die Ankündigung, daß dort Smartphones nicht erlaubt sein werden, was einigermaßen kontrovers diskutiert wurde. Neu ist die Info, daß auch andere elektronisch-aufnahmefähige Geräte, wie Smartwatches, nicht zugelassen sein werden. Das nächstgelegene Konzert am 23. April in Frankfurt/Main am kommenden 23. April in der Festhalle Frankfurt kostet immerhin knapp über 90 Euro pro Nase bei Eventim.

    Wir dürfen also gespannt sein, ob sich hinter den mysteriösen Ankündigungen ein neues Album verbirgt. Grundsätzlich sollte es aber genau das sein, lehne ich mich mal aus dem Kirchenfenster.