Schlagwort: Kufa

  • 20 Jahre Scarlet Anger

    Jubiläumskonzert in der Escher Kufa

    Am kommenden 23. Januar 2027 feiern die Luxemburger Thrasher Scarlet Anger in der Escher Kulturfabrik ihr 20-jähriges Bandjubiläum und erklären dazu: »Vom ersten Tag an wart ihr Teil dieses Abenteuers. Von den ersten Riffs bis zu den wildesten Moshpits, von kleinen Clubs bis zu unvergeßlichen Konzerten. Eure Unterstützung hat uns auf jedem Schritt dieser Reise getragen.«

    Seit ihrer Gründung im Jahr 2007 haben sich Sänger Joe Block und seine Mitstreiter einen Ruf erarbeitet, der weit über die Landesgrenzen hinausreicht. Ihr musikalischer Werdegang hat dabei bisher drei markante Studioalben hervorgebracht, von denen zuletzt »Martyr«  im Jahr 2024 erschienen ist. Vor einiger Zeit gab die Band außerdem bekannt, einen Plattenvertrag beim renommierten deutschen Label Metalville Records unterschrieben zu haben. Ein neues, viertes Studioalbum ist noch für Ende 2026 angekündigt.

    Am kommenden 23. Januar 2027 werde man aus diesem Grund 20 Jahre Metal mit einem mit einem außergewöhnlichen »Scarlet Anger & Friends«-Konzert in der Escher Kufa feiern. Dieser Abend sei all jenen gewidmet, welche die Band über die Jahre begleitet haben: Freunde, Fans und Familie.

    Der Eintritt kostet im Vorverkauf 20 Euro, Abendkasse wird am Veranstaltungstag 22 Euro kosten. Der Vorverkauf läuft bereits unter https://kulturfabrik.lu/event/scarlet-anger-2026. Beginn wird um 18 Uhr sein.

    (Text: chrkuehne, Foto: kulturfabrik.lu)

  • Headbanging bis zur Genickstarre

    Carnation – Warbringer – Cryptopsy und Decapitated brachten die Escher Kufa zum Beben

    Am Montag war es endlich soweit: Die polnischen Death-Metal-Urgesteine von Decapitated gaben sich in der gut gefüllten Kulturfabrik in Esch/Alzette die Ehre. Mit dabei hatten sie Carnation, Cryptopsy und Warbringer.

    Draußen vor der KuFa war es noch warm und sonnig, als Carnation bereits ab 18.30 Uhr versuchten, die Besucher vor die Bühne zu locken.

    Ich muß gestehen, daß ich in der Hauptsache für die letztgenannten New-Thrasher gekommen war, weil ich mir im Vorfeld ihres gemeinsamen Auftritts mit Kreator und Rotting CHrist in Heidelberg im nächsten Monat einen ersten Eindruck verschaffen wollte. Das neue Album »Wrath and Ruin« hat mich ziemlich begeistert und auch die allgemeine Attitüde der Band gefiel mir auf Anhieb, so daß ich quasi »instant Fan« wurde, als ich sie vor rund einem Jahr zum ersten Mal durchhörte und mich über sie informierte.

    Warbringer: »The Sword and the Cross«.

    Während die belgischen Death-Metaler von Carnation bereits ab 18.30 Uhr den Anfang machten, als ein großer Teil der Metalheads sich noch draußen im Hof ein Bier oder einen 10-Euro-Burger schmecken ließen, war der Saal nur sehr spärlich gefüllt. Hut ab vor einer tollen Performance (leider kein Foto). Es ist sicher immer irgendwie undankbar, den Anfang machen zu müssen. Im Anschluß kamen bereits gegen 19.10 Uhr sofort Warbringer, die zum Ersten Mal den mittlerweile halb gefüllten Saal zu mehrfachen Circle-Pits bewegen konnten. Nach einer für meinen Geschmack leider viel zu kurzen Show übergaben sie gegen 20 Uhr den Staffelstab an Cryptopsy aus Kanada, die wiederum zum ersten Mal an diesem Abend die Hütte richtig füllten.

    Cryptopsy

    Für mich, da bin ich ehrlich, nichts, was ich mir dauerhaft anhören könnte, jedoch durchaus interessant anzusehen und manche Songs sprechen mich schon an. Skurril: Kanadische Künstler meinen irgendwie immer, in Luxemburg mit ihrem Französisch punkten zu können.

    Decapitated

    Gegen 21.10 Uhr war es dann soweit: Decapitated erklommen die Bühne und legten los. Insgesamt finde ich das letzte Album »Cancer Culture«, was mittlerweile auch schon wieder drei Jahre auf dem Buckel hat, tatsächlich ziemlich gut und Tracks wie »Iconoclast«, »Just a Cigarette« oder das titelgebende »Cancer Culture« schafften es in meine Metal-Playlist. Allerdings war ich an diesem Abend wirklich begeistert nur von Warbringer und Death-Metal spricht mich, wie ich merke, nur teilweise an. Daher freue ich mich besonders auf den Juli, wenn Warbringer und Rotting Christ gemeinsam mit meinen Favoriten von Kreator die Bühne in Heidelberg teilen werden. Was ich auch merke: Drei oder mehr Bands an einem Abend bringen mich tatsächlich mittlerweile ans Limit. Obschon 27 Euro im Vorverkauf ein sehr guter Preis sind und ich verstehen kann, daß dies vermehrt praktiziert wird aus logistischen und finanziellen Gründen. Jedoch bin ich eher ein Fan der klassischen Vorband-Hauptband-Shows. Einmal, weil ich zeitlich mehr von jeder Band habe und außerdem, weil die lange Steherei (im Regelfall bin ich kein Mosh- oder Circle-Piter wegen zu vieler Ersatzteile und Brille) mittlerweile einige Energie fordert. Man wird nicht jünger.

    Text und Fotos: chrkuehne