Schlagwort: Metal

  • Mit »The Troops Of Doom« zurück in die Achtziger

    Brasilianer um Ex-Sepultura Jairo Guedz gastierten in Belval

    Am 11. November lud die MK Bar im südluxemburgischen Belval einmal mehr zu einem Metal-Abend der Extraklasse: Kein geringerer, als Jairo »Tormentor« Guedz, Ex-Mitglied der bekannten brasilianischen Thrash-Metaller von Sepultura, machte in der gewohnt familiären Atmosphäre der Bar mit seinen Mannen der im Pandemiejahr 2020 neu gegründeten Formation »The Troops Of Doom« im Rahmen ihrer »A Mass To The Grotesque«-Europatour halt.

    Guedz war Leadgitarrist von Sepultura in den Anfangsjahren und maßgeblich an den Aufnahmen der folgenden frühen Klassiker wie »Morbid Visions« (Album, 1986) und »Bestial Devastation« (EP, 1985) beteiligt. Nach einer freundschaftlichen Trennung von der Band widmete er sich zunächst anderen Aktivitäten, bevor er, gemeinsam mit Alex Kafer (Bass & Gesang), Alexandre Oliveira (Schlagzeug) und Marcelo Vasco (Gitarre) die »Troops« gründete. Vasco arbeitete in der Vergangenheit unter anderem als Grafiker für Slayer und Kreator. Kafer war Live-Gitarrist bei der brasilianischen Formation Matanza. Der Bandname stammt übrigens vom bekanntesten Song des Sepultura-Albums »Morbid Visions«.

    Bekannt für gepflegte Metal-Abende: Die MK Bar in Belval.

    Insgesamt also eine Menge Know-How in einer zeitlich jungen Band, die sich vor ihrem Auftritt an diesem Dienstagabend die gut gefüllte Bar von den Thrash-Lokalmatadoren »Sublind« ordentlich aufheizen ließen. Die Band ist seit ihrer Gründung 2006 längst aus den Kinderschuhen gewachsen und präsentiert ihrer treuen Fanbase soliden Thrash, der mit schnellen Riffs und experimentierfreudigen Vocals sein Vorbild ebenfalls in den 1980er und 1990er Jahren sucht. »Sublind« sind ebenfalls längst überregional bekannt und teilten sich bereits mit Metalgrößen, wie Exodus, Warbringer oder Benediction die Bühne. »Sublind«, das sind Luca Tommasi am Mikro, Kevin Gricius am Schlagzeug sowie Mehdi Addi am Bass sowie der in Kürze scheidende Ben Wilmes an der Gitarre. Die Band hat im laufenden Jahr ihre neueste EP »Metalmorphosis« veröffentlicht. Dessen Cover ist nebenbei bemerkt ein herrliches New-Wave-of-Thrash-Motiv.

    Sublind

    Alles da also für einen weiteren Top-Metalabend für kleines Geld: Mit 20 Euro im Vorverkauf war man diesmal dabei und auch in kleinen Kneipen kann durchaus gemoshed und abgetanzt werden. »The Troops Of Doom« haben in ihrer noch kurzen Bandgeschichte bisher zwei Alben veröffentlicht, von denen das letzte, »A Mass To The Grotesque«, namensgebend für die Tour, im vergangenen Jahr erschien. Ihr selbst auferlegter Anspruch, die alten Zeiten, inspiriert von der frühen Ära von Sepultura sowie Bands wie Slayer, Celtic Frost, Kreator und Possessed wieder auferstehen lassen zu wollen, ist vollauf gelungen.

    The Troops Of Doom. V.l.n.r.: Alexandre Oliveira (Schlagzeug), Marcelo Vasco (Gitarre), Alex Kafer (Bass & Gesang) und Jairo »Tormentor« Guedz (Gitarre).

    Songs vom neuen Album, wie »Chapel Of The Unholy« oder »Dawn Of Mephisto« sind mit ihrer Oldschool Mischung aus Death- und Thrash-Metal nur zwei Beispiele, daß von dieser Formation noch viel zu erwarten sein darf.

    Auch für Merch zu fairen Preisen war gesorgt. So gab es neben der neuen EP von »Sublind« auch die aktuellste Scheibe von »Troops Of Doom« sowie einiges an Shirts und anderen Devotionalien beider Gruppen.

    »A Mass To The Grotesque« (2024). Blue Vinyl limitierte Tour Edition.

    Text und Fotos: chrkuehne

  • Bridel! Bang Your Heads!

    16. Ausgabe des »Metalfestival Kopstal«

    Es war bereits die sechzehnte Edition des mittlerweile überregional bekannten Metalfestivals Kopstal, welches erneut in der Brideler Sporthalle stattfand. Und die Metalheads von nah und etwas weniger nah ließen sich das Lineup der luxemburgischen Metal-Creme nicht entgehen. Bereits um 13 Uhr fiel am vergangenen Samstag der Startschuß mit der Band Viktoria, nachdem in letzter Minute aufgrund gesundheitlicher Absagen von Count Wizzard und Kraton noch einmal am Zeitplan gewerkelt werden mußte. Eingesprungen sind für Kration die Melodic-Black-Metaller von Dreadnought. So schade es um die Ausfälle ist, so schön war es, Dreadnought wieder einmal in Aktion zu sehen. Ihr letztes Album »Path To The Unknown« sei hiermit ans Herz gelegt.

    Den nachfolgenden Auftritten von Last Prophecy und Fallen Lies folgte eine Jam Session, an der auch die Nachwuchsmetaller ihre Freude hatten, bevor im Anschluß Cosmogon den Abend einläuteten. Die Jungs verschmelzen Einflüsse von Doom über Punk bis hin zu Metal und Progressive Rock zu einem mächtigen Sound. Nach ihren ersten beiden Studio-EPs »Chaos Magnum« und »Devolution« folgte das Album »Penumbra« im Jahr 2023.

    Cosmogon

    Im Anschluß folgten Dreadnought mit ihrem vollen, melodischen Black-Metal-Sound, der immer wieder mit Thrash-Einlagen spielt. Das umgedrehte Kreuz und das Pfarrer-Outfit von Sänger Bob Wintersdorff, früher mit Assorted Nails aktiv, gehören ebenfalls zur Grundausstattung eines jeden Auftritts.

    Dreadnought

    Danach kamen dann die wohl am meisten erwarteten Auftritte des Abends: Zunächst ließen es die Death-Metal-Urgesteine von Desdemonia vor der mittlerweile zu rund zwei Dritteln gefüllten Halle ordentlich krachen. Ihr letztes Album »Anguish« hat zwar bereits sieben Jahre auf dem Buckel, dem Abriß, den diese Songs liefern, tut das jedoch keinen Abbruch. Die Vocals von Tom und Marc Dosser sitzen und die Interaktion der Band mit den Fans, die zwischendurch immer wieder ihre Jungs anfeuerten, paßt ein ums andere Mal. Eine Erfahrung aus über 20 Jahren Bandgeschichte ist ihnen anzusehen. Der schwere Metal, gepaart mit der tiefen Lead-Stimme animiert von der ersten Minute an, mitzugehen.

    Desdemonia
    Desdemonia
    Desdemonia

    Den Abschluß machten die mittlerweile ebenfalls international für Aufsehen sorgenden Thrasher von Scarlet Anger. Auch hier zeigte sich deutlich die Routine im Umgang mit dem Publikum. Zu keinem Moment wurde es unter den fünf Bandmitgliedern um Sänger Joe Block zu statisch auf der Bühne, immer war Bewegung und Leidenschaft drin. Das letzte Album der Jungs, »Martyr«, stammt aus dem vergangenen Jahr und fand ein international großes Echo unter Metal-Fans. Ein letztes großes Highlight also an diesem Samstag und dann war auch die sechzehnte Ausgabe des Metalfestivals Geschichte.

    Scarlet Anger
    Scarlet Anger

    Es sind nicht immer die großen Konzerte und Festivals. Die Unterstützung der lokalen Musikszene sollte dem Fan genauso am Herzen liegen, wie manche Idole, die sich in der Rockhal das Mikro in die Hand geben. Das Metalfest Kopstal wird seit Jahren leidenschaftlich organisiert von Jeff Buchette und seinem Team und es fehlt an nichts: Die Freiwilligen Helfer des FC Kopstal ’33 kümmerten sich hingebungsvoll um Speis und Trank für die Musikfreunde, die auch dieses Mal wieder quer durch alle Altersklassen vertreten waren. Sogar für den kulinarischen Klassiker »Bouneschlupp« war gesorgt. Die Bands waren mit kleinen Merchandise-Ständen vertreten und wer ein paar Euro übrig hatte, investierte diese gern in schön gestaltete Shirts und Mützen sowie andere Devotionalien.

    Alles in allem ein Nachmittag in Bridel, der wieder einmal viel zu schnell vorüber ging. Aber nach dem Metalfest ist bekanntlich davor.

    Text und Fotos: chrkuehne

  • Europatour und neues Album:

    Kreator legen nach mit »Krushers Of The World«

    Nach dem Gastspiel der Altenessener Thrasher im Dezember 2024 in Esch, als sie gemeinsam mit Anthrax und Testament die Rockhal zum Brennen brachten, kündigen Kreator um Frontmann Mille Petrozza am Mittwoch erneut Großes an: Ein neues Album mit dem Titel »Krushers Of The World«, ihr mittlerweile sechzehntes Studioalbum nach »Hate Über Alles« im Jahr 2022, soll am kommenden 16. Januar 2026 veröffentlicht werden, begleitet von einer Europa-Tour. In diesem Zusammenhang werden die Thrash-Titanen aus dem Ruhrpott am kommenden 31. März 2026 auch wieder in der Escher Rockhal zu Gast sein. Mit dabei haben sie diesmal die britischen Death-Metal/Grindcore-Veteranen von Carcass sowie der US-amerikanischen Powerviolence-Formation Nails. Dazu werden sie außerdem begleitet von Exodus. Letztere, eine im Jahr 1979 in Kalifornien ins Leben gerufene Thrash-Metal-Formation, gehören ohne Frage wie Kreator zum Who-Is-Who der internationalen Thrash-Szene. Exodus hat bisher elf Studioalben veröffentlicht, zuletzt die absolut hörenswerte Scheibe »Persona Non Grata« im Jahr 2021. Exodus, wie Kreator haben sich dem klassischen Thrash-Metal verschrieben, behandeln Themen wie Krieg, soziale und gesellschaftliche Probleme und sind ihrer Linie bis heute treu geblieben. Kreator-Tracks, wie »World War Now« oder »Totalitarian Terror« haben auch nach Jahren an Aktualität nur noch zugenommen.

    Wer also gedacht hatte, daß es um Kreator im kommenden Jahr vielleicht etwas ruhiger werden könnte, nachdem 2025 bereits eine ganze Reihe Festival- und Hallenauftritte absolviert, ein Film über die Band mit dem Titel »Hate & Hope« sowie Petrozzas exzellent geschriebene Autobiographie »Your Heaven – My Hell« über die ersten Jahre der Band und sein eigenes Leben im Ruhrgebiet der 1970er und 80er Jahre veröffentlicht wurden, der hat sich geirrt. Bereits in den vergangenen Tagen haben kryptisch anmutende Nachrichten auf den Social-Media-Kanälen der Band das Neue angekündigt. Die erste Single aus dem neuen Album mit dem Titel »Seven Serpents« soll noch an diesem Freitag, dem 26. September veröffentlicht werden, gleichzeitig mit dem Pre-Sale (Vor-Vorverkauf) auf Eventim.

    Vorverkauf startet bald

    Der reguläre Vorverkauf für die »Krushers Of The World«-Tour beginnt am Montag, dem 29. September 2025 um 10 Uhr auf den bekannten Plattformen. Weitere Infos hierzu unter http://www.kreator-terrorzone.de/. Für das Konzert in der Escher Rockhal beginnt er zur gleichen Zeit auf https://rockhal.lu/shows/kreator-2026/.

    Nach den mitreißenden Shows auf Festivals 2025 und einer unfaßbar geilen Deep-Cuts Club-Minitour in packevollen Sälen gemeinsam mit Warbringer und Rotting Christ legen Mille, Ventor Sami und Frédéric noch eine Scheibe drauf und wieder haben sie erstklassige Unterstützung an Bord. Ein Highlight wird sicherlich dabei auch das »Heimspiel« in Essen im kommenden April werden. Wenn dieser Mittwoch mal nicht ein frühzeitiges Weihnachtsgeschenk ist, dann weiß ich es auch nicht.

    (Text: chrkuehne, Foto: Kreator)

  • »Thrash at the Monastery«

    Tankard, Destruction und Kreator in Gießen

    Am vergangenen Freitag, dem 22. August war ich zum ersten Mal in Gießen. Die 90.000-Einwohner-Kreisstadt in Hessen hat nach meinem Dafürhalten kein sonderlich attraktives Zentrum, beherbergt jedoch unter anderem das ehemalige Kloster Schiffenberg auf dem nahen, 280m hohen Hausberg der Stadt. Dieser Berg war bereits in der späten Bronzezeit besiedelt, wie Archäologen erklärten. An jenem Freitag wurde er nun von Thrash-Metal-Freunden aus nah und fern heimgesucht, die sich auf ein ganz besonderes Lineup im Rahmen der Konzertreihe »Gießener Kultursommer« freuen durften: Drei der »big four« des deutschen Thrash-Metal gaben sich hier an einem einzigen Abend die Ehre. Das Ticket hatte ich bereits früh im Jahr erstanden, natürlich wegen Kreator, jedoch auch, um Destruction endlich einmal live zu sehen. Das aktuelle Album »Birth Of Malice« hat mich wirklich sehr begeistert. Ein Shuttlebus brachte die Zuschauer schnell und komfortabel auf den Klosterberg, wo sich in einem tollen Ambiente Bühne, Verköstigungs- und Merchstände in die Szenerie fügten.

    Nettes Gelände
    Tankard

    Tankard gründeten sich 1983 und sind unter anderem für die Fußballhymne »Schwarz-Weiß wie Schnee« für ihren Lieblingsklub Eintracht Frankfurt bekannt. An diesem Abend war allerdings für jeden etwas dabei und Andreas »Gerre« Geremia wußte von der ersten Minute an, welche Knöpfe er beim Publikum drücken mußte, damit die Stimmung schnell auf Betriebstemperatur war.

    Im Anschluß inspizierte ich während der Umbaupause das kulinarische Angebot. es gab allerhand für das leibliche Wohl und das zu durchaus humanen Preisen. Das Bier war schnell gezapft, auch gab es an den Essensständen und auf dem Weg zu den Toiletten keine nennenswerten Staus. Die Organisation hat mich wirklich beeindruckt.

    Als nächstes gaben Destruction Vollgas. Die stimmlichen Fähigkeiten von »Schmier« (Marcel Schirmer), der mit kurzer Unterbrechung seit Bandgründung 1982 am Mikro steht, sind absolut beeindruckend. Die tollen Riffs und die gesamte, energiegeladene Show haben mich absolut begeistert. Destruction werde ich eventuell im Oktober in Oberhausen wiedersehen, ganz sicher jedoch im kommenden August in Eindhoven, wo ich mir zwischenzeitlich ein Ticket fürs »Dynamo Metal Fest« gesichert habe. Zwar spielten Kreator erst in diesem Jahr wieder dort, doch hoffe ich, im nächsten Jahr Glück auf ein Wiedersehen dort zu haben.

    Destruction
    »Schmier« war in Höchstform.

    Apropos Kreator: Der Höhepunkt und Abschluß des Abends gehörte natürlich dem Altenessener Thrasher Mille Petrozza und seiner Kultband. Wall Of Death, Circle Pit oder Crowdsurfing: Die Jungs ließen das Publikum nicht zur Ruhe kommen. Die energiegeladene und feurige Show war von der ersten bis zur letzten Minute der absolute Wahnsinn. Ich könnte den Jungs stundenlang zusehen und zuhören. Nebenbei erwähnte Mille ein neues Album Anfang 2026 und ich bin mir nicht sicher, ob es um eine Live-Scheibe geht, das habe ich leider akustisch nicht richtig mitbekommen.

    Warten auf Kreator
    Sami Yli-Sirniö
    »Flag Of Hate« ist ein absoluter Burner und stammt aus 1986. Da war ich zehn Jahre alt.
    (V.l.n.r.:) Mille, Ventor (Schlagzeug, verdeckt) und Frédéric Leclercq.
    Das war das letzte Kreator-Konzert in Deutschland 2025. Wo werden wir uns 2026 wiedersehen?

    Irgendwann war dann aber wirklich Schluß und nach dann doch einer kleinen Schlangenbildung beim Warten auf den Shuttlebus in die Stadt war ich froh, sitzen zu können, bevor ich die 2 km zurück ins Hotel die Beine noch einmal benutzen mußte. Ein toller Abend. Dies nicht nur wegen den geilen Bands, sondern auch aufgrund der tollen Organisation des Gießener Kultursommers. Ich bin gespannt, wer nächstes Jahr den Schiffenberg thrashen darf und würde gerne wiederkommen.

    Text und Photos chrkuehne

  • Am 11. März in der Rockhal:

    Heaven Shall Burn auf »Heimat Over Europe Tour«

    In ihrer mittlerweile zuverlässig grandiose Künstler nach Luxemburg lenkenden »Temple Of Metal«-Konzertreihe hatte die Escher Rockhal am Mittwoch einen weiteren Kracher zu vermelden: Diesmal sind es Heaven Shall Burn aus Deutschland, die mit ihrem neuen Album »Heimat« im kommenden Jahr auf große Europa-Tournee gehen und in diesem Rahmen am kommenden 11. März auch in Esch/Alzette Station machen . Begleitet werden sie von The Halo Effect aus Göteborg, die in Luxemburg bereits bekannt sein dürften und im Stile des Melodic Death Metal ihrer Landsleute von In Flames unterwegs sind. Außerdem sind The Black Dahlia Murder, ebenfalls eine Melodic Death Metal Combo, die aus den USA kommen sowie ihre Landsleute von Frozen Soul, einer Death Metal Formation im »Old School« Sinne mit von der Partie.

    Heaven Shall Burn selbst sind eine deutsche Metalcore-Formation aus dem thüringischen Saalfeld, die 1995 gegründet wurde und für ihre sozialkritischen und politischen Songtexte gegen Rassismus, Faschismus und für Tierrechte bekannt sind. Der provokante Titel des neuen und mittlerweile zehnten Albums »Heimat« mit dem graphisch sehenswert gestalteten röhrenden Hirsch, dem deutschesten der deutschen Klischees, soll unterstreichen, was die Band deutlich sagt: »Es ist nicht richtig, den Begriff Heimat irgendwelchen Schwachköpfen zu überlassen«. So soll der Titel »Heimat« ein breiteres Verständnis von Heimat widerspiegeln, welches sowohl die Herkunft verschiedener Menschen als auch die Idee einer »spirituellen Heimat« umfasse, wie es weiter heißt.

    Vorverkauf für Esch/Alzette beginnt Montag

    Doch nicht nur das neue Album werden Heaven Shall Burn im März mit im Gepäck haben, sondern viele andere Hits aus ihrem mittlerweile dreißigjährigen Repertoire.

    Der Vorverkauf für das Konzert in der Rockhal beginnt am kommenden Montag um 11 Uhr auf https://rockhal.lu/shows/heaven-shall-burn/. Weitere Infos auch unter: https://www.heavenshallburn.com/tour/. Wichtig: Die Vorverkaufsstarts für andere Termine der Tour beginnen größtenteils abweichend.

    Albumcover »Heimat« (2025).

    Text: chrkuehne, Grafik: https://www.heavenshallburn.com

  • In der Hitze von Heidelberg:

    Demonic Summer Tour – Kreator, Warbringer und Rotting Christ

    Zugegeben: So lange ich mich bereits für Metal interessiere, haben Kreator eigentlich lange Jahre nie eine führende Rolle in meinen täglichen Playlists gespielt. Sie gehörten mit einigen Songs zwar immer dazu, jedoch als eine Band unter vielen. Ich muß sagen, daß mein Interessenfeld im Metal auch recht weit gefächert ist. Bis zu jenem Abend in der Escher Rockhal am vergangenen 3. Dezember, als Kreator, begleitet von Testament und Anthrax, im wahrsten Sinne des Wortes ein derartiges Feuerwerk abbrannten, das ich sofort begann, mich intensiver mit der Band zu beschäftigen. Dazu verlangt eine vierzigjährige Historie natürlich, allerhand aufzuholen. Diese Jungs, war mein Entschluß, mußt du von nun an öfter sehen, und da ich kein Festivalgänger bin, fiel meine Wahl bei Ankündigung unter anderem direkt auf das Konzert in der halle02 in Heidelberg im Rahmen einer Minitour mit dem Namen »Demonic Summer«. Ganz besonders erfreut war ich, daß Kreator hier Warbringer und Rotting Christ mit dabei hatten, die ich beide ebenfalls und schon seit längerem unglaublich gut finde.

    Alle drei Bands sind in meiner Sammlung mit Tonträgern und Textilien vertreten.

    Warbringer konnte ich zuletzt im vergangenen Juni in der Escher KuFa erleben. Leider auch hier mit einem recht kurzen Auftritt. In Heidelberg allerdings noch einmal um rund zehn Minuten kürzer: Lediglich 30 Minuten dauerte der Auftritt, der es allerdings in sich hatte. Beim dritten Song war die unter der Sommerhitze und der schlechten Luftzirkulation ohnehin ächzende voll besetzte halle02 am Kochen: Circle Pits in Dauerschleife. Die Jungs aus Kalifornien boten wieder einmal eine energiegeladene Power-Show. Ich würde mir wünschen, daß sie in unseren Breiten noch deutlich mehr Aufmerksamkeit erlangen. Verdient hätten sie es. Das aktuelle Album »Wrath and Ruin« ist in meinen Augen ein Wahnsinnsteil.

    In einer kurzen Umbaupause gab es Gelegenheit, die astronomischen Bierpreise zu begutachten. Mit deutlich über 4 Euro plus Pfand war das Palmbräu Pils im 0,33l-Becher wahrlich kein Schnapper. Insbesondere ab der zweiten Umbaupause war es ohnehin aufgrund langer Schlangen kaum noch möglich, rechtzeitig nachzutanken. So sah ich Rotting Christ nur von relativ weit hinten.

    Der Saal ist lang gezogen mit der Technik in der Mitte und einer relativ niedrigen Bühne. Keine optimalen Voraussetzungen bei voller Hütte. Doch auch von weiter hinten konnte ich die atmosphärische Show der Griechen um Sakis Tolis noch gut miterleben. Rotting Christ, 1987 in Athen gegründet, gelten mittlerweile als eine der führenden Vertreter nicht nur des griechischen Black Metal. Einflüsse aus Folk und Gothic und ein düsteres »gotteslästerliches« Setting bestimmen ihre Auftritte. Der Bandname führte in der Vergangenheit unter anderem in Südafrika oder in den USA zu Protesten. In Heidelberg allerdings konnten sie ihr mitreißendes Programm unbehelligt abspielen. Das neue Live-Album »35 Years Of Evil Existence«, 2024 im Athener Lycabettus-Theater aufgezeichnet, ist unglaublich stimmungsvoll und überdies grafisch sehr schön gestaltet. Ich kaufe selten Live-Alben, schon gar nicht von Konzerten, wo ich nicht anwesend war. Dieses Album ist eine deutliche Ausnahme. Die Jungs einmal in ihrer Heimat live zu erleben, wäre phantastisch.

    Warbringer
    Rotting Christ

    Den Abschluß machten ab 21 Uhr, wie sollte es anders sein, die Urgesteine aus Essen. Angekündigt war im Vorfeld eine »Deep Cut Setlist«, also eine Titelabfolge, die normalerweise so nicht auf dem Programm steht. Und so gab es eine Reise in frühere Jahre mit Songs wie »Violent Revolution«, »Coma Of Souls«. »Flag Of Hate«, »People Of the Lie« oder »Phobia«. Mille erklärte gleich zu Anfang: »Wir machen eine Reise zurück in die Achtziger. Und in den Achtzigern war Crowdsurfing total in. Ich möchte heute Abend so viele Crowdsurfer sehen, wie es geht«. Dieser Aufforderung ließ man sich dann auch keine Zeit, zu folgen. Bereits Warbringer hatten nach dem zweiten Song den ersten Circle Pit und die Ausrast-Wütigkeit des Publikums erreichte nun ihren Gipfel. Die Riffs schnitten durch die schweißgetränkte Luft der halle02, wie die Wall Of Death und die Feuer-Effekte auf der Bühne. Die Jungs hatten sichtlich Spaß an diesem Abend. Respekt, wenn man daran denkt, daß diese drei Konzerte in Club-Atmosphäre nachträglich in die volle Festival-Agenda gequetscht worden waren.

    Um kurz nach 21 Uhr war es dann soweit.
    Kreator

    Was bleibt zu sagen? Ach ja: Die Merch-Preise waren verständig. Vierzig Euro für das Kreator Tour-Shirt waren akzeptabel. Patches im 3er-Set für 20 Euro. Caps und Bomberjacken sowie natürlich Tonträger. Bei Warbringer war man mit 30 Euro für ein Shirt dabei und Rotting Christ ebenfalls. Mit einem »Rotting Christ«-Jutebeutel dürfte man vermutlich beim Einkauf gut gerüstet sein. Was ich etwas schade finde als Nicht-Kuttenträger ist die Tatsache, daß Aufkleber wohl völlig aus der Mode gekommen zu sein scheinen. Preislich dürfte der kommende Samstag bei Iron Maiden Merch in Stuttgart wohl deutlich heftiger aussehen. Das Thema vertretbare T-Shirt-Preise wird nicht umsonst heftig diskutiert.

    Kreator Merch

    Alles in allem ein denkwürdiger Abend. Die nächsten Kracher sind im August geplant mit dem Besuch der Deutschlandpremiere des Dokumentarfilms »Hate & Hope« in der Essener Lichtburg sowie tags drauf Kreator, Destruction und Tankard gemeinsam auf dem Gießener Kultursommer. Dieser Sonntagabend hat unfaßbar Bock auf mehr gemacht.

    (Fotos und Text: chrkuehne)

  • Headbanging bis zur Genickstarre

    Carnation – Warbringer – Cryptopsy und Decapitated brachten die Escher Kufa zum Beben

    Am Montag war es endlich soweit: Die polnischen Death-Metal-Urgesteine von Decapitated gaben sich in der gut gefüllten Kulturfabrik in Esch/Alzette die Ehre. Mit dabei hatten sie Carnation, Cryptopsy und Warbringer.

    Draußen vor der KuFa war es noch warm und sonnig, als Carnation bereits ab 18.30 Uhr versuchten, die Besucher vor die Bühne zu locken.

    Ich muß gestehen, daß ich in der Hauptsache für die letztgenannten New-Thrasher gekommen war, weil ich mir im Vorfeld ihres gemeinsamen Auftritts mit Kreator und Rotting CHrist in Heidelberg im nächsten Monat einen ersten Eindruck verschaffen wollte. Das neue Album »Wrath and Ruin« hat mich ziemlich begeistert und auch die allgemeine Attitüde der Band gefiel mir auf Anhieb, so daß ich quasi »instant Fan« wurde, als ich sie vor rund einem Jahr zum ersten Mal durchhörte und mich über sie informierte.

    Warbringer: »The Sword and the Cross«.

    Während die belgischen Death-Metaler von Carnation bereits ab 18.30 Uhr den Anfang machten, als ein großer Teil der Metalheads sich noch draußen im Hof ein Bier oder einen 10-Euro-Burger schmecken ließen, war der Saal nur sehr spärlich gefüllt. Hut ab vor einer tollen Performance (leider kein Foto). Es ist sicher immer irgendwie undankbar, den Anfang machen zu müssen. Im Anschluß kamen bereits gegen 19.10 Uhr sofort Warbringer, die zum Ersten Mal den mittlerweile halb gefüllten Saal zu mehrfachen Circle-Pits bewegen konnten. Nach einer für meinen Geschmack leider viel zu kurzen Show übergaben sie gegen 20 Uhr den Staffelstab an Cryptopsy aus Kanada, die wiederum zum ersten Mal an diesem Abend die Hütte richtig füllten.

    Cryptopsy

    Für mich, da bin ich ehrlich, nichts, was ich mir dauerhaft anhören könnte, jedoch durchaus interessant anzusehen und manche Songs sprechen mich schon an. Skurril: Kanadische Künstler meinen irgendwie immer, in Luxemburg mit ihrem Französisch punkten zu können.

    Decapitated

    Gegen 21.10 Uhr war es dann soweit: Decapitated erklommen die Bühne und legten los. Insgesamt finde ich das letzte Album »Cancer Culture«, was mittlerweile auch schon wieder drei Jahre auf dem Buckel hat, tatsächlich ziemlich gut und Tracks wie »Iconoclast«, »Just a Cigarette« oder das titelgebende »Cancer Culture« schafften es in meine Metal-Playlist. Allerdings war ich an diesem Abend wirklich begeistert nur von Warbringer und Death-Metal spricht mich, wie ich merke, nur teilweise an. Daher freue ich mich besonders auf den Juli, wenn Warbringer und Rotting Christ gemeinsam mit meinen Favoriten von Kreator die Bühne in Heidelberg teilen werden. Was ich auch merke: Drei oder mehr Bands an einem Abend bringen mich tatsächlich mittlerweile ans Limit. Obschon 27 Euro im Vorverkauf ein sehr guter Preis sind und ich verstehen kann, daß dies vermehrt praktiziert wird aus logistischen und finanziellen Gründen. Jedoch bin ich eher ein Fan der klassischen Vorband-Hauptband-Shows. Einmal, weil ich zeitlich mehr von jeder Band habe und außerdem, weil die lange Steherei (im Regelfall bin ich kein Mosh- oder Circle-Piter wegen zu vieler Ersatzteile und Brille) mittlerweile einige Energie fordert. Man wird nicht jünger.

    Text und Fotos: chrkuehne

  • »Out of the Cave« am vergangenen Samstag in Tetingen:

    Harte Töne in familiärem Ambiente

    Am vergangenen Samstagabend lud die Rotten Stones asbl zum »Out oft he Cave« in die Tetinger Schungfabrik. Vier Bands aus dem Extreme Metal Bereich, darunter drei luxemburgische Eigengewächse, zeigten den rund 100 Besuchern, was sie drauf haben. Den Anfang machte die Post-Rocker von Kakumori, gefolgt von einer »Messe« der etwas anderen Art: Die Black-Thrasher von Dreadnought geizten wie immer nicht mit ihren Anspielungen auf die Kirche und Songs wie »Cleansing Fire« oder »Threshold« vom mittlerweile vier Jahre alten letzten Album »Path to the Unknown« hatten immer noch und weiterhin die Energie, um die stickige Luft im Saal zu teilen.

    Greh aus Karlsruhe ließen es nicht weniger düster und noch eine Spur härter angehen. Mit im Repertoire hatte das deutsche Death-Doom-Trio auch ihre neue Single »Chained Thoughts« aus ihrem neuesten und überhaupt ersten Album »Dysphoric Devotion«. Minimalistischer Genuß, der ab sofort definitiv auch die private Playlist bereichert. Nachdem die Gäste aus Deutschland die Bühne für den wohl am meisten erwarteten Auftritt des Abends von Kraton freimachten, hatten letztere offenbar einige Abstimmungsschwierigkeiten mit dem Sound, weshalb der Zeitplan dann doch noch ein wenig strapaziert wurde, bevor die Doom-Experten unter anderem aus ihrem letzten Album »Monolith« live vortragen und den Abend perfekt abrunden konnten.

    Abende wie diese sind es, an denen Bands, die vielleicht ansonsten eher wenig im Rampenlicht großer Konzerthallen stehen oder noch keine lange Historie vorzuweisen haben, eine Bühne bereitet werden kann, ihr Können unter Beweis zu stellen sowie ihr Merch an den Metalhead zu bringen und das ist gut so, denn die heimische Szene muß sich keineswegs verstecken. Das angenehm familiäre Ambiente solcher Veranstaltungen tut sein Übriges, um völlig entspannt nach harten Tönen heimzufahren.

    Dreadnought (Foto: chrkuehne)
    Dreadnought (Foto: chrkuehne)
    Greh (Foto: chrkuehne)
    Kraton (Foto: chrkuehne)

    Anmerkung zum Schluß und generell: Meine Handykamera ist leider für solche Einsätze abgrundtief schlecht geeignet. Ich bitte um Nachsicht.

  • »Out of the Cave« – Extreme Metal der Extraklasse

    Am 24. Mai in der Schungfabrik in Tetingen (L)

    Bevor am kommenden 21. Juni im beeindruckenden Amphitheater Breechkaul bei Berdorf im Müllerthal das Rotten Stones Festival stattfindet, hat die veranstaltende Rotten Stones asbl am Samstag, dem 24. Mai sozusagen einen Appetithappen für Metalfreunde parat: Ab 19 Uhr gibt es dann in der Tetinger Schungfabrik im Süden gleich vier Bands auf die Ohren, darunter drei Vertreter aus Luxemburg.

    Kakumori ist eine dreiköpfige Post-Rock-Band aus Luxemburg, die mit Rock, atmosphärischen Soundeffekten und einer energiegeladenen Live-Performance ihre Zuhörer zu begeistern wissen. Greh haben sich 2022 gegründet, kommen aus Karlsruhe (D) und spielen einen düsteren, minimalistischen Sound mit nur einer Gitarre, Schlagzeug und Gesang. Wut und Härte werden so mit Groove und Dissonanz verbunden. Am vergangenen 15. Januar veröffentlichte die Band ihr Debütalbum »Dysphoric Devotion«. Dreadnought sind deutlich länger im Geschäft. Bereits 2006 gegründet, präsentiert die fünfköpfige Kombo eine Symbiose aus Black- und Thrash-Metal, Das Growling sowie der markante Gitarrensound sind ihr Markenzeichen. Sie haben nach »Demon« (2012) im Jahre 2021 mit »Path to the Unknown« ihr zweites Album veröffentlicht. Kraton schließlich, ein weiteres luxemburgisches Eigengewächs, haben sich 2011 gegründet und entwickelten sich im Laufe der Jahre vom Death- zum Post- und Doom-Metal. Ein rauer, lebendiger aber düsterer Sound ist ihr Markenzeichen, der sich viel um die Abgründe der menschlichen Natur dreht. Ihr mittlerweile drittes Album erschien im vergangenen Januar und trägt den Titel »Monolith«. Das Cover-Artwork ihrer neuesten Veröffentlichung ist zudem wirklich sehenswert. Denn bekanntlich »hört« das Auge ja gern mit.

    Alles in allem also eine Reise in verschiedene Genres für Freunde des Extreme Metals in der Schungfabrik. Der Eintritt kostet am Samstag 12 Euro an der Abendkasse und für das leibliche Wohl ist laut Veranstalter ebenfalls gesorgt.

    Weitere Infos: https://schungfabrik.lu/events/out-of-the-cave/.

  • »Celestial Lands« von Wolvencrown

    Eine klangvolle Reise in den atmosphärischen Black Metal:

    Wenn es um Metal als Musikrichtung geht, schweben uns wohl sofort die alten und neuen Schwergewichte der Szene vor. Wenn es jedoch um Black Metal geht, gehen die Meinungen schnell auseinander. Für viele Zeitgenossen, die gerne mal Iron Maiden oder Judas Priest hören, eine eher düstere und unheimliche Welt. Dabei hat dieses Genre ebenfalls seine Stilrichtungen, wie Thrash Metal, Power Metal oder Speed Metal ebenfalls unterschiedliche Strömungen sind.

    In der schier unendlich vielfältigen Welt des Black Metal gibt es da etwa Atmospheric Metal, welcher insbesondere in Großbritannien seine Vertreter findet. Er zeichnet sich oft durch eine Mischung aus rauer Energie gepaart mit atmosphärischen Melodien aus. Besonders der melodische Black Metal hat in den letzten Jahren durchaus an Bedeutung gewonnen. Bands wie Fen oder Saor sind längst keine Unbekannten mehr. Letzteres ist ein im Folk-Bereich angesiedeltes Solo-Projekt von Andy Marshall (ehemals Falloch) und 2025 ebenfalls mit neuem Album auf Tour

    Die Band Wolvencrown aus Nottingham vertritt selbst das Genre des Atmospheric Black Metal und stand international bisher eher nicht im Vordergrund, gab sie doch erst vor rund 5 Jahren ihr Debüt mit dem Album »Of Bark And Ash«, gefolgt von 2 EPs in 2017 und 2021 (»Wolvencrown« sowie »A Shadow of What Once Was«. Wolvencrown, das sind Reece Atkin, Matt Dawson, Nick Horton, Will Cupitt sowie Chris Marsland.

    Auf der Streaming-Plattform Spotify zählt die Band aktuell etwas weniger als 300 monatliche Zuhörer, was ihren Geheimtipp-Status zumindest nach diesem Kriterium noch unterstreichen dürfte. Mit »Celestial Lands« hat die fünfköpfige Band im vergangenen November ihr zweites Studio-Album vorgelegt, welches 8 vorwiegend lange Tracks enthält, die ein neues Kapitel in der noch jungen Bandgeschichte aufzuschlagen scheinen.

    Eigentlich sind es keine vollständig neuen Stücke, welche die neue Scheibe enthält. Es handelt sich teils um Songs, die schon zuvor bereits bei Live-Auftritten gespielt und nun endlich auf Vinyl und CD gepreßt wurden.

    Das neue Album ist eine regelrechte Explosion von Klangfarben und nicht zuletzt das herausragende Albumcover macht es zu einer voluminös-atmosphärischen Reise in die Magie der Beziehung zwischen Mensch und Natur mit allen Facetten und einem Hingucker im Plattenregal. Ich habe es insbesondere in den dunklen Wintermonaten gern auf Wanderungen und Spaziergängen gehört. Gerade inmitten der winterlich kargen Natur hat das Album für mich sein ganzes atmosphärisches Spektrum entfaltet.

    Gitarrenriffs, typisches schnelles Schlagzeug und keyboard-intensive Abschnitte machen aus der rund einstündigen Platte eine bewegende musikalische Erfahrung mit Gänsehaut-Momenten.

    Die Album-Premiere seinerzeit auf dem für Album- und Bandvorstellungen des Genres relevanten YouTube-Kanal Black Metal Promotion brachte bei mehr als 20.000 Zuhörern ein begeistertes Feedback. Bleibt zu hoffen, in absehbarer Zeit hierzulande oder in der Großregion auch Live am Sound der fünf aus Nottingham teilhaben zu können.

    »Celestial Lands« ist am 25. November 2024 beim italienischen Label Avantgarde Music auf Vinyl (Auf 150 Stück limitierte Special Edition erhältlich), CD sowie digital erschienen.

    Albumcover (Foto: Avantgarde Music)