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  • Neues Album »Emotion Factory Reset«:

    Armored Saint trotzen der Zeit

    Es gibt Bands, die brennen hell und verglühen schnell. Und es gibt Armored Saint. Seit ihrer Gründung im Jahr 1982 in Los Angeles hat sich die Truppe durch alle Höhen und Tiefen des Musikgeschäfts gekämpft. Am 22. Mai legte die Band über ihr langjähriges Label Metal Blade Records nun ihr neues Meisterwerk »Emotion Factory Reset« vor – genau sechs Jahre nach dem letzten Album »Punching the Sky«.

    Armored Saint galten in den frühen 1980er-Jahren an der Seite von Größen wie Metallica als die nächste große Hoffnung des US-amerikanischen Heavy Metal. Doch während die Kollegen in die weltweiten Stadien einzogen, blieb den »Panzerheiligen« trotz herausragender Alben der ganz große kommerzielle Massenerfolg verwehrt. James Hetfield wollte Sänger John Bush einst sogar für Metallica abwerben – Bush lehnte ab, blieb seiner Band treu und prägte später stattdessen eine Ära bei Anthrax. Dieser bedingungslose Zusammenhalt zeigt sich bis heute: Seit 1990 agiert das Quintett (John Bush, Joey Vera, Phil Sandoval, Jeff Duncan und Gonzo Sandoval) im absolut identischen Line-Up.

    Emotionaler Neustart in reizüberfluteter Welt

    Der Titel des neuen Werks, »Emotion Factory Reset«, ist Programm. Die Idee dazu stammt von Gitarrist Phil Sandoval. Es geht um den Versuch, sich in einer von Technologie und Reizüberflutung dominierten Welt innerlich auf den Nullpunkt zurückzusetzen – kurz innezuhalten und durchzuatmen, statt impulsiv auf äußere Einflüsse zu reagieren.

    Musikalisch zeigt sich die Band im Jahr 2026 so experimentierfreudig wie selten zuvor. »Wir wollten ein neues Kapitel aufschlagen, das eine Momentaufnahme unseres aktuellen Schaffens zeigt, ohne daß wir uns selbst zu kopieren«, erklärt Bassist Joey Vera, der das Album auch dieses Mal eigenhändig produziert hat. Der druckvolle und moderne Mix von Jay Ruston verleiht dem klassischen Soundgewand das nötige, zeitgemäße Fundament. Sänger John Bush ergänzt im Interview: »Wir lassen beim Songwriting völlig frei alle Einflüsse zu. Das macht den Sound abenteuerlicher als in der Vergangenheit.«

    Zwischen Tradition und Moderne

    Das 11 Tracks umfassende Werk pendelt geschickt zwischen den Stilen. Während der packende Opener und die erste Singleauskopplung »Close to the Bone« tief in den traditionellen, von der New Wave of British Heavy Metal inspirierten US-Power-Metal eintaucht, bricht die zweite Single »Hit a Moonshot« mit modernen Dynamiken aus dem starren Genre-Korsett aus.

    John Bushs unverkennbare, raue Stimme hat über die Jahrzehnte nichts an Energie verloren. Auch wenn die ganz großen, sofort zündenden Stadionhymnen im Vergleich zum 1991er-Kultalbum »Symbol of Salvation« rarer sind, darf die neue Scheibe getrost als eines der reifsten und mutigsten Spätwerke des traditionellen Metals gefeiert werden.

    »Emotion Factory Reset« ist am 22. Mai 2026 bei Metal Blade Records erschienen.

    (Text: chrkuehne, Foto: armoredsaint.com)

  • Am 11. März in der Rockhal:

    Heaven Shall Burn auf »Heimat Over Europe Tour«

    In ihrer mittlerweile zuverlässig grandiose Künstler nach Luxemburg lenkenden »Temple Of Metal«-Konzertreihe hatte die Escher Rockhal am Mittwoch einen weiteren Kracher zu vermelden: Diesmal sind es Heaven Shall Burn aus Deutschland, die mit ihrem neuen Album »Heimat« im kommenden Jahr auf große Europa-Tournee gehen und in diesem Rahmen am kommenden 11. März auch in Esch/Alzette Station machen . Begleitet werden sie von The Halo Effect aus Göteborg, die in Luxemburg bereits bekannt sein dürften und im Stile des Melodic Death Metal ihrer Landsleute von In Flames unterwegs sind. Außerdem sind The Black Dahlia Murder, ebenfalls eine Melodic Death Metal Combo, die aus den USA kommen sowie ihre Landsleute von Frozen Soul, einer Death Metal Formation im »Old School« Sinne mit von der Partie.

    Heaven Shall Burn selbst sind eine deutsche Metalcore-Formation aus dem thüringischen Saalfeld, die 1995 gegründet wurde und für ihre sozialkritischen und politischen Songtexte gegen Rassismus, Faschismus und für Tierrechte bekannt sind. Der provokante Titel des neuen und mittlerweile zehnten Albums »Heimat« mit dem graphisch sehenswert gestalteten röhrenden Hirsch, dem deutschesten der deutschen Klischees, soll unterstreichen, was die Band deutlich sagt: »Es ist nicht richtig, den Begriff Heimat irgendwelchen Schwachköpfen zu überlassen«. So soll der Titel »Heimat« ein breiteres Verständnis von Heimat widerspiegeln, welches sowohl die Herkunft verschiedener Menschen als auch die Idee einer »spirituellen Heimat« umfasse, wie es weiter heißt.

    Vorverkauf für Esch/Alzette beginnt Montag

    Doch nicht nur das neue Album werden Heaven Shall Burn im März mit im Gepäck haben, sondern viele andere Hits aus ihrem mittlerweile dreißigjährigen Repertoire.

    Der Vorverkauf für das Konzert in der Rockhal beginnt am kommenden Montag um 11 Uhr auf https://rockhal.lu/shows/heaven-shall-burn/. Weitere Infos auch unter: https://www.heavenshallburn.com/tour/. Wichtig: Die Vorverkaufsstarts für andere Termine der Tour beginnen größtenteils abweichend.

    Albumcover »Heimat« (2025).

    Text: chrkuehne, Grafik: https://www.heavenshallburn.com